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Die Fastenzeit
Mit dem Aschermittwoch hat die Fastenzeit begonnen. Fasten wird fast immer einfach mit Verzicht gleichgesetzt. Dabei hat das Fasten nichts damit zu tun, in Sack und Asche herum zu laufen. Fasten bedeutet auch nicht, mit traurigem Gesicht Opfer zu bringen und sich selbst zu quälen, um sich auf diese Weise einen Platz im Himmel zu sichern. Vielmehr wissen wir aus der Bibel, das Jesus gesagt hat: "Wenn du fastest, salbe dein Haar und wasche dein Gesicht." (Mt 6,16-17). Daraus wird vielleicht deutlich, dass mit dem Fasten etwas Positives gemeint ist, etwas, was dem Menschen gut tut. Es ist ein Prozess der inneren Befreiung, der ganz bewussten persönlichen Weiterentwicklung und somit ein Ausdruck der Lebensfreude. Beim Fasten sollte es nicht einfach automatisch um einen Verzicht auf Essen gehen, sondern vielmehr um das Loslassen einiger Angewohnheiten, damit Gedanken und Energien frei werden, um sich auf etwas Neues konzentrieren zu können. Kurz gesagt: Fasten heißt frei werden von allem, was den Blick auf das Wesentliche unseres Lebens verstellt. Auch im Kirchenraum spiegelt sich dieser Gedanke der Fastenzeit wieder. Seit dem 11. Jahrhundert wurden Tücher aufgehängt, durch die alle Bilder und Kreuze verhüllt waren. Bis heute wird in vielen Kirchen das zentrale Kreuz im Kirchenraum verhüllt, meist mit dem so genannten Hungertuch. Damit soll deutlich werden: Das Kreuz wie es dort hängt ist "nur" ein Bild. Die Verhüllung ist ein Hinweis auf das schwer in Bildern fassbare, nämlich das Leben - Sterben - und die Auferstehung Jesu Christi, durch die wir selbst vom Tod erlöst sind.
Übrigens: Durch die Evangelientexte der sechs Fastensonntage wird uns jedes Jahr der Weg Jesu vor Augen geführt: 1. Fastensonntag: Die Versuchung Jesu. Auch Jesus sah sich in seinem Leben vor "Wegkreuzungen" gestellt, musste verlockenden Versuchungen widerstehen und menschliche Schwächen in den Griff bekommen. 2. Fastensonntag: Die Verklärung Jesu Es wird ganz deutlich die Zusage gegeben, dass Jesus tatsächlich der Messias, der Erlöser ist. 3. Fastensonntag: Reinigung und Umkehr 4. Fastensonntag: Heilung, Erlösung und Versöhnung 5. Fastensonntag: Überwindung des Todes und Neuanfang des Lebens 6. Fastensonntag: Palmsonntag - Passionsgeschichte, also die Ereignisse um die Gefangennahme
Was wir in der Familie tun können: Ein Ziel der Fastenzeit ist unter anderem auch Solidarität mit den Armen zu zeigen. - In vielen Kirchengemeinden gibt es Fastenessen - einfaches Essen - durch deren Spendenerlös beispielsweise Misereorhilfsprojekte unterstützt werden. Warum nehmen wir nicht einmal an einem solchen Essen teil? - Oder wir verzichten an einem Sonntag einmal auf das gute Sonntagsessen oder unser Lieblingsessen und kochen stattdessen etwas, was Familien in anderen Ländern essen würden. So können wir uns viel besser in deren Lage versetzen, als wenn wir nur davon erzählen:
Sorgenpüppchen In Mittelamerika ist es Brauch, jeden Abend einer kleinen Sorgenpuppe den Kummer zu erzählen. Diese Puppe wird über Nacht unter das Kopfkissen gelegt. Sie glauben, dass die Püppchen ihnen helfen, am nächsten Tag alle ihre Probleme zu lösen. Zum Basteln nimmt man eine Holzperle. Ein Pfeifenputzdraht wird durch das Loch gezogen und anschließend zu einem Körper gebogen. Mit Filzstift wird ein Gesicht auf die Perle gemalt. Dann umwickelt man mit bunten Wollfäden den Körper.
Man benötigt einen großen Blumenkasten mit Erde, verschiedene Blumensamen oder Zwiebeln, buntes Papier, Schaschlikspieße, Schere, Klebstoff Als erstes basteln wir aus dem buntem Papier und den Spießen kleine Fähnchen jedes Familienmitglied bekommt dafür eine eigene Farbe. (Für jeden Tag der Fastenzeit eines.) Jeden Abend trifft sich die Familie im Wohnzimmer. Einer darf einen Samen oder eine Zwiebel in die Erde setzen. Die Blume soll für einen Menschen stehen, an den wir an diesem Tag besonders denken möchten. Dazu sprechen wir ein Gebet für diesen Menschen. Dann darf der Pflanzende sein Fähnchen dazu setzen, welches vorher auf der einen Seite mit dem Namen der Blume, auf der anderen mit dem Namen des Menschen, für die sie steht, beschriftet wurde. Am Ostersonntag wird der Blumenkasten dann zum Teil des Gartens oder Balkons, später können die Blumen vielleicht sogar richtig eingepflanzt werden. So können uns die Blumen bis weit in den Sommer hinein an die Menschen erinnern, für die wir sie gepflanzt haben.
Brauchtum Am 4. Fastensonntag (Laetare: Freue dich), der in einigen Gegenden als erster Frühlingstag galt, wird an vielen Orten mit Spielen und Umzügen der Winter "ausgetrieben". Die Fastenzeit
Mit dem Aschermittwoch hat die Fastzeit begonnen. rasten wird fast immer einfach mit Verzicht gleichgesetzt. Dabei hat das Fasten nichts damit zu tun, in Sack und Asche herum zu laufen. rasten bedeutet auch nicht, mit traurigem Gesicht Opfer zu bringen und sich selbst zu quälen um sich auf diese Weise einen Platz im Himmel zu sichern, Vielmehr wissen wir aus der Bibel, das Jesus gesagt hat: "Wenn du fastest, salbe dein Haar und wasche dein Gesicht." (Mt 6,16-17). Daraus wird vielleicht deutlich, dass mit dem Fasten etwas Positives gemeint ist, etwas, was dem Menschen gut tut. Es ist ein Prozess der inneren Befreiung, der ganz bewussten persönlichen Weiterentwicklung und somit ein Ausdruck der Lebensfreude. Beim Fasten sollte es nicht einfach automatisch um einen Verzicht auf Essen gehen, sondern vielmehr um das Loslassen einiger Angewohnheiten, damit Gedanken und Energien frei werden, sich auf etwas Neues konzentrieren zu können. Kurz gesagt: Fasten heißt frei werden von allem, was den Blick auf das Wesentliche unseres Lebens verstellt. Auch im Kirchenraum spiegelt sich dieser Gedanke der Fastenzeit wieder. Seit dem 11. Jahrhundert wurden Tücher aufgehängt, durch die alle Bilder und Kreuze verhüllt waren. Bis heute wird in vielen Kirchen das zentrale Kreuz im Kirchenraum verhüllt, meist mit dem so genannten Hungertuch. Damit soll deutlich werden: Das Kreuz wie es dort hängt ist "nur" ein Bild. Die Verhüllung ist ein Hinweis auf das schwer in Bildern fassbare, nämlich das Leben - Sterben - und die Auferstehung Jesu Christi, durch die wir selbst vom Tod erlöst sind.
Übrigens: Durch die Evangelientexte der sechs Fastensonntage wird uns jedes Jahr der Weg Jesu vor Augen geführt: Fastensonntag: Die Versuchung Jesu Auch Jesus sah sich in seinem Leben vor "Wegkreuzungen" gestellt, musste verlockenden Versuchungen widerstehen und menschliche Schwächen in den Griff bekommen. Fastensonntag: Die Verklärung Jesu Es wird ganz deutlich die Zusage gegeben, dass ]esus tatsächlich der Messias, der Erlöser ist. Fastensonntag: Reinigung und Umkehr Fastensonntag: Heilung, Erlösung und Versöhnung Fastensonntag: Überwindung des Todes und Neuanfang des Lebens Fastensonntag: Palmsonntag - Passionsgeschichte, also die Ereignisse um die Gefangennahme
Was wir in der Familie tun können: Ein Ziel der Fastenzeit ist unter anderem auch Solidarität mit den Armen zu zeigen. - In vielen Kirchengemeinden gibt: es Fastenessen - einfaches Essen - durch deren Spendenerlös beispielsweise Misereorhilfsprojekte unterstützt werden. Warum nehmen wir nicht einmal an einem solchen Essen teil? - Oder wir verzichten an einem Sonntag einmal auf das gute Sonntagsessen oder unser Lieblingsessen und kochen stattdessen etwas, was Familien in anderen Ländern essen würden. So können wir uns viel besser in deren Lage versetzen, als wenn wir nur davon erzählen:
Sorgenpüppchen In Mittelamerika ist es Brauch, jeden Abend einer kleinen Sorgenpuppe den Kummer zu erzählen. Diese Puppe wird über Nacht unter das Kopfkissen gelegt. Sie glauben, dass die Püppchen ihnen helfen, am nächsten Tag alle ihre Probleme zu lösen. Zum Basteln nimmt man eine Holzperle. Ein Pfeifenputzerdraht wird durch das Loch gezogen und anschließend zu einem Körper gebogen. Mit Filzstift wird ein Gesicht auf die Perle gemalt. Dann umwickelt man mit bunten Wollfäden den Körper.
Man benötigt einen großen Blumenkasten mit Erde, verschiedene Blumensamen oder - zwiebeln, buntes Papier, Schaschlikspieße, Schere, Klebstoff Als erstes basteln wir aus dem buntem Papier und den Spießen kleine Fähnchen jedes Familienmitglied bekommt dafür eine eigene Farbe. (Für jeden Tag der Fastenzeit eines.) Jeden Abend trifft sich die Familie im Wohnzimmer. Einer darf einen Samen oder eine Zwiebel in die Erde setzen. Die Blume soll für einen Menschen stehen, an den wir an diesem Tag besonders denken möchten. Dazu sprechen wir ein Gebet für diesen Menschen. Dann darf der Pflanzende sein Fähnchen dazu setzen, welches vorher auf der einen Seite mit dem Namen der Blume, auf der anderen mit dem Namen des Menschen, für die sie steht, beschriften wurde. Am Ostersonntag wird der Blumenkasten dann zum Teil des Gartens oder Balkons, später können die Blumen vielleicht sogar richtig eingepflanzt werden. So können uns die Blumen bis weit in den Sommer hinein an die Menschen erinnern, für die wir sie gepflanzt haben.
Brauchtum Am 4. Fastensonntag (Laetare: Freue dich), der in einigen Gegenden als erster Frühlingstag galt, wird an vielen Orten mit Spielen und Umzügen der Winter "ausgetrieben".
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