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Umsetzung des Orientierungsplans
Der niedersächsische Landesorientierungsplan wird seit vielen Jahren in unserer Einrichtung umgesetzt. Eine bebilderte Dokumentation befindet sich vor dem Turnraum in der ersten Etage.
Der niedersächsische Orientierungsplan setzt sich aus den Bereichen emotionale und soziale Kompetenzenkognitive FähigkeitenSprache und Sprechenmathematisches und naturwissenschaftliches GrundverständnisBewegung und Gesundheitästhetische BildungNatur und Lebensweltethische und religiöse Fragen; Grunderfahrung menschlicher Existenzzusammen.
Im Folgenden möchten wir auf die Umsetzung des niedersächsischen Landesorientierungsplanes in unserer Einrichtung eingehen. Die angeführten Beispiele verstehen sich nur als eine kleine Auswahl von Angeboten.
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Emotionale und soziale Kompetenzen
Die sozial- emotionale Entwicklung eines Kindes vollzieht sich auf der Ebene der Persönlichkeit und des sozialen Lernens. Kinder lernen ihre Gefühle wahrzunehmen, zu entwickeln und zuzulassen, indem sie sich mit anderen Kindern oder Erwachsenen Bezugspersonen auseinander setzen. Unser Kindergarten stellt für die Kinder ein wichtiges Erfahrungsfeld da. Hier können sie außerhalb des Elternhauses wichtiges über sich selbst und über andere Kinder erfahren. Hier lernen sie soziale Regeln auszuhandeln, mit Konflikten umzugehen, ihr Recht auch anderen zuzustehen und Rücksicht zu nehmen. Dies wird im Rollenspiel oder beim Verteilen von Spielsachen geübt. Wir wollen den Kindern in unserem Kindergarten ein Umfeld bieten, wo sie ihr eigenes Selbstbewusstsein entwickeln Um dieses Ziel zu erreichen, bieten wir den Kindern eine Umgebung, wo sie sich geschätzt, als Persönlichkeit angenommen und geborgen fühlen.
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Kognitive Fähigkeiten
Aufmerksamkeit, Erinnern, Lernen, Kreativität, Planen, Organisieren sind einige der kognitiven Fähigkeiten, die ein Kind erlernen muss. Nur wenn es diese Fähigkeiten entwickelt, kann es ein eigenverantwortliches Leben führen. Jedoch ist es wichtig, dass jedes Kind diese Erfahrungen in seinem eigenem Lerntempo macht. Braucht es dabei noch individuelle Unterstützung, bekommt es diese durch die Erzieherinnen und die Frühförderung. Kinder erlernen in den ersten Jahren ein Grundwissen überBegriffe und deren Bedeutungen - Farben - Formen - Wochentage - Jahreszeiten
Dieses Grundwissen hilft den Kindern einen Bezug zum Gegenstand und dessen Bedeutung zu entwickeln.
Der Ball ist rund, ich kann mit ihm prellen, ich kann ihn werfen, ich kann über ihn in sozialen Kontakt mit anderen treten….Die Puppe kann ich füttern, schlafen legen, anziehen, waschen,…
Grundlegend für das kognitive Lernen ist eine differenzierte Wahrnehmung. Kinder be-greifen ihre Welt mit allen Sinnen. Über diese Erfahrungen entwickeln sie ein Sachinteresse an Gegenständen und Begriffen: „Einen Apfel habe ich schon oft gesehen, es ist Obst und sieht anders aus wie eine Birne.“ In der weiteren Entwicklung lernen die Kinder, Prozesse zu reflektieren. Sie werden motiviert, Vermutungen über das Verhalten von Dingen und Personen zu äußern und diese zu überprüfen. In einer Geschichte hören die Kinder, das ein Rabe einen Fuchs schlägt. Die Kinder überlegen, wie der Fuchs reagieren könnte. - Schlägt der Fuchs zurück? - Petzt er?Holt er Hilfe? - Sagt er dem Raben, dass es ihm weh getan hat? In einem zweiten Schritt überlegen die Kinder auch, wie sie selbst in so einer Situation reagieren können.
Im Kindergarten fördern wir die kognitive Entwicklung so durch selbständiges Lösen von Konflikten und Problem ggf. mit Hilfestellungen trainieren des Gedächtnisses bei Memory spielen, Bildrätseln, Zungenbrechern, Abzählreimen,Übungen zur Konzentration Lernfortschritte werden in einem „Könnerbuch“ dargestellt. Das Kind dokumentiert, was es schon kann, was es be-griffen und gelernt hat.
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Sprache und Sprechen
„Ein Kind hat hundert Sprachen“ heißt es in einem Sprichwort. Kinder erschließen ihre Welt durch Mimik, Gestik, Töne, Bilder, Zeichen … und über die Sprache. Die Sprache ist das wichtigste Kommunikationsmittel zwischen den Menschen. Die Sprache ist wichtig zum gegenseitigen Verständigen und zu Erschließung der Welt. Im Kindergarten fördern wir die Entwicklung der Sprache, - indem wir das Sprachverständnis durch neue Begriffe erweitern - die Sprechfähigkeit durch Übungen der Mundmotorik fördern - Kindern Anreize zum Sprechen geben … Denn nur eine gut ausgebaute Sprachentwicklung hindert die Kinder nicht in ihren Lernmöglichkeiten.
In der Kindergartenpraxis bieten wir den Kindern: - Fingerspiele - Verse - Lieder in Verbindung mit Bewegung - Kling- Klang-Stunden - Bilderbücher - Rhythmikstunden an.
Gezielte Sprachförderung erhalten die Kinder durch die Erzieherinnen über die Projekte „Hören, Lauschen, Lernen“ und die Sprachförderkraft des Landkreises Emsland.
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Mathematisches und naturwissenschaftliches Grundverständnis
Kinder bauen hohe Türme, lassen diese wieder kaputtgehen und erforschen damit schon physikalische Gesetzmäßigkeiten und Eigenschaften, bevor sie überhaupt anfangen zu sprechen. Im Kindergarten fördern wir diese Entwicklung weiter:
Im Bohnenbad haben die Kinder die Möglichkeit diese Gesetzmäßigkeiten auszuprobieren. Mit verschieden großen Messbechern können sie experimentieren, worein die meisten oder die wenigsten Bohnen passen, wie viele Bohnen in ein schmales oder breites Gefäß herein können. Auf Würfeln oder auf Spielen erkennen Kinder Zahlen und sehen, dass sich hiermit Dinge sortieren und ordnen lassen. Durch all diese und noch viele andere Erfahrungen sammeln Kinder mathematische Vorkenntnisse die für das alltägliche Leben wichtig sind. Sie zählen ab, dass zum Tischdecken 6 Teller, 6 Tassen und 6 Untertassen gehören.Sie üben, wieviel Liter Milch in eine Kanne passt. Sie erfahren, in wie viel einzelne Stücke ein Apfel geteilt werden kann. All diese Erfahrungen vermitteln den Kindern Beständigkeit und Kontinuität.
Im Kindergarten fördern wir die mathematischen und naturwissenschaftlichen Fähigkeiten der Kinder unter anderem durch das Angebot
„Haus der kleinen Forscher“ ZuordnungsspieleGesellschaftsspiele wie UnoWie viel Tiere auf einen Treckeranhänger passen. Wichtig bei jedem Handeln ist immer, dass die Kinder selbständig ihre Umwelt erforschen.
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Bewegung und Gesundheit „Bewegung ist das Tor zum Lernen.“ In der Entwicklung des Kindes hat die Bewegung einen hohen Stellenwert. Über die Bewegung werden die Sinne und die Motorik angesprochen. Gerade die Freude an spontaner Bewegung ist in unserer Medien- und Technik geprägten Zeit wichtig für den körperlichen Ausgleich. Aufgrund dessen finden die Kinder viele Angebote in unserem Kindergarten:Freie und angeleitete TurnstundenRhythmikstunden, in denen die körperliche Geschicklichkeit und das Körpergefühl gefördert wird Kräftemessen mit Regeln, bei dem der Körper erfahren wird (z.B. raufen, kämpfen…) Bewegungsgeschichten, in denen auch die Fantasie und Kreativität angesprochen wird Bewegung in unserer Halle (Rollbrett fahren, Boxsack, Laufen, Hüpfen, Tanzen,…) Toben im Außengelände (Spielplatz)
Zu einem bewegten und gesunden Körper gehört natürlich auch eine ausgewogene Ernährung. Ein gesundes Frühstück am Vormittag ist hier natürlich selbstverständlich. Auch das Anrichten von vitamin- und ballaststoffreichen Speisen findet in unserem Kindergarten einen Platz.
Ebenfalls ist die Hygiene ein wichtiger Punkt, der durch Zähne putzen nach dem Frühstück oder durch regelmäßiges Händewaschen nach dem Toilettengang angesprochen wird.
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Ästhetische Bildung
Kinder nehmen mit allen Sinnen, dem Hören, Riechen, Schmecken, Tasten, Sehen, Fühlen und dem Gleichgewicht ihre Umwelt wahr. In der ästhetischen Bildung gibt es verschiedene Ausdrucksformen wie Musik, Tanz oder bildnerisches Gestalten.
Im Bereich der Musik kommen die Kinder mit ihrem eigenen Klangkörper, dem Körper in Kontakt. Ihre Stimme ist das Instrument und ihr Herzschlag der Rhythmus. Im Kindergarten lernen die Kinder alte, traditionelle Lieder und modernes Liedgut rhythmische Lieder und Spiele - klassische Musik - Lieder aus anderen Ländern kennen.
Kreative Ausdrucksformen können Kinder selbst ausprobieren und sich aneignen. Durch angeleitete Übungen und durch freies Experimentieren entwickeln sie den richtigen Umgang und ein Grundwissen über verschiedene Materialien aus den Bereichen Holz, Textil, Natur und Farbe.
In der Ästhetischen Bildung gibt es keine Beurteilung von schön oder nicht schön. Jedes Kind gestaltet nach seinem persönlichen Empfinden und seinem Geschmack.
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Natur und Lebenswelt
Im Bereich Natur- und Lebenswelt haben die Kinder die Möglichkeit lebenspraktische Fähigkeiten zu entwickeln. Beim „Blumendienst“ müssen Kinder Verantwortung über das Gießen der Blumen übernehmen. Beim Sortieren des Mülls lernen sie einen Ressourcen gerechten Umgang mit der Schöpfung.
Auf dem Spielplatz oder in der Waldwoche kann die Natur mit allen Sinnen wahrgenommen werden. Die Naturelemente Feuer, Wasser, Erde und Luft haben ihren festen Bestandteil im Kindergartenjahr. Feuer: Das Kartoffelfeuer im Herbst, welches die Folienkartoffeln gar werden lässt.Wasser: Durch das Experimentieren mit Wasser an der Matschbahn.Erde: Durch das Spielen im Sandkasten mit Pudersand und feuchtem Sand.Luft: Durch das Pusten von Seifenblasen.
Ebenfalls gehört das Erforschen der Lebensumwelt des Kindergartens wie der Besuch der Polizei oder der Feuerwehr zur Entwicklung dazu.
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Ethische und religiöse Fragen; Grunderfahrung menschlicher Existenz
Bereits kleine Kinder fragen nach dem Sinn, nach dem Wohin und nach dem Woher. Um Kindern auf dieser Suche nach Orientierung zu helfen, bieten wir ihnen ein altersentsprechend entwickeltes, religionspädagogisches Konzept. In ihm erfahren die Kinder Gott als Urheber allen Seins.
In der Familie lernen die Kinder Geborgenheit, Liebe, Vertrauen, Zuneigung und andere menschliche Grundbedürfnisse kennen. Diese Grundbedürfnisse helfen den Kindern, mit anderen zusammen Werte und Wertmaßstäbe zu entdecken und zu erleben.
Damit Kinder sich mit diesen Fragen auseinandersetzen können, brauchen sie eine religiöse Bildung, die aus Ritualen, Festen, Gottesdiensten, Gebeten besteht.
Die religiöse Bildung und deren praktische Umsetzung finden sie im Kindergarten ABC unter dem Stichwort: „Christliche Erziehung“
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